Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes – ausführliche Filmbeschreibung

Kino im BAC · Ausführliche Filmbeschreibung

Kann ein Bild zeigen, wer wir sind?

Edgar Reitz und Co-Regisseur Anatol Schuster erzählen von einer Begegnung zwischen Philosophie und Malerei.

Mittwoch, 16. Dezember 2026 · 19:30 Uhr

Zur Vorstellung, zum Trailer und zu den Tickets

Ein Philosoph vor der Staffelei

Gottfried Wilhelm Leibniz soll porträtiert werden. Was wie ein höfischer Auftrag beginnt, führt bald zu grundsätzlichen Fragen: Genügt es, das Gesicht eines Menschen möglichst genau abzubilden? Kann Malerei etwas von seinem Denken und seinem inneren Leben zeigen? Der Gelehrte ist ein anspruchsvolles Gegenüber. Mit dem Hofmaler Delalandre gerät er so heftig aneinander, dass die Zusammenarbeit endet.

Eine andere Art zu sehen

Die junge Malerin Aaltje van de Meer nähert sich dem Auftrag auf ihre eigene Weise. Sie begegnet Leibniz mit der Erfahrung einer Künstlerin und lässt sich von seinen Argumenten nicht einschüchtern. Während sie arbeitet, entsteht ein Gespräch, in dem Gewissheiten ins Wanken geraten. Zwischen dem Wunsch, alles zu erklären, und dem Vertrauen in die Wahrnehmung öffnet sich Raum für gegenseitige Neugier.

Große Fragen auf kleinem Raum

Edgar Reitz konzentriert die Geschichte auf die Porträtsitzungen. Im Presseheft erläutert er, dass ursprünglich ein weit ausgreifender biografischer Film geplant war. Die Arbeit an einer einzelnen Begegnung eröffnete schließlich einen anderen Zugang zu Leibniz. Gesichter, Licht, Gesten und Gespräche tragen die Inszenierung. Zugleich denkt der Film darüber nach, wie auch das Kino Menschen in Bilder verwandelt und welche Wahrheit darin liegen kann.

Ein Ensemble zwischen Kunst und Denken

Edgar Selge spielt Leibniz, Aenne Schwarz die Malerin. Lars Eidinger, Barbara Sukowa und Antonia Bill gehören ebenfalls zur Besetzung. Das Kammerspiel feierte seine Weltpremiere 2025 in der Reihe Berlinale Special. Es lädt dazu ein, sich auf die Fragen seiner Figuren einzulassen und Freude am gemeinsamen Nachdenken zu entdecken.

Filmdaten

Land / Jahr
Deutschland 2025
Regie
Edgar Reitz
Co-Regie
Anatol Schuster
Drehbuch
Edgar Reitz, Gert Heidenreich
Laufzeit
104 Minuten
Altersfreigabe
FSK 6
Besetzung
Edgar Selge, Aenne Schwarz, Lars Eidinger, Barbara Sukowa, Antonia Bill, Michael Kranz

Zur Vorstellung, zum Trailer und zu den Tickets

Mehr über den Film